Der Strand

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Der Strand

Beitrag  Tristan McGalloway am Mi 03 Dez 2014, 15:10



Neben dem Hafen gibt die steinige Küste nicht viel her, doch es gibt noch eine Stelle, welche von den Jugendlichen und hartgesottenen Älteren im Sommer gerne als Badestrand genutzt wird. Der Kiesige und harte Boden eignet sich zwar nicht besonders gut zum Sonnenbaden und im Winter wird der Strand aus Sicherheitsgründen meistens abgesperrt, doch ist es ein wild-romantisches Fleckchen, an dem es so manchen Felsen gibt, der ein liebendes Pärchen vor den Blicken der Welt verbergen kann.
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Re: Der Strand

Beitrag  Koda Delaneau am Fr 11 Dez 2015, 18:00

DIENSTAG NACHMITTAG

cf: Waldl


Heute hatten sich Koda dann mal nicht vorm Unterricht gedrückt. Widerwillig.... aber nur um festzustellen, das er morgen besser wieder schwänzen sollte.... diese Schuliniform war echt zum kotzen....

Dementsprechend war sie auf dem Zimemr auch direkt in einer Ecke des Bettes gelandet.
Aber jetzt wollte er das erstmal alles verdrängen....
Und die Freiheit des Ozeans genießen!

Die Luft anhaltend tauchte Koda gerade zwei Meter tief im salzigen eiskalten Nass. Ihm machte die eiseskälte nichts aus. Genau wie seinem Bruder. So konnte er es genießen, sich ausnahmweise mal wiedeer frei, und nicht auf einer winzigen Insel eigesperrt zu fühlen.
So vergnügte er sich sicher schon seit einer halben Stunde im Wasser, während sein älterer Zwilling am Strand saß.
Nun tauchte Koda wieder auf, und strich sich kurz das schwarze Haar aus dem Gesicht.
Oh ja... das Wetter war an sich ganz gut, der Wind störte ihn nicht, ud ab und an kam die Sonne durch.... so konnte man es hier echt aushalten! Sich ja fast schon wie Zuhause fühlen....
Aber auch nur fast.
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Re: Der Strand

Beitrag  Kenan Delaneau am Fr 11 Dez 2015, 21:18

Dienstag Nachmittag

cf: Wald

Kenan saß geduldig auf einem der rauen Felsen an der Küste und beobachtete abwechselnd seinen Bruder im Wasser und die umliegende Gegend, die einen herben Geruch nach Tang und Salz verströmte, der ihm durch die Nase kroch und sich dort einnistete wie eine widerspenstige Krankheit. Auch wenn er es persönlich nicht mit so etwas vergleichen würde, ihm war es einerlei wie es hier roch, solange wenigstens das hier natürlich war. Eigentlich hatte er Keiran noch darauf ansprechen wollen, ob ihm das hier alles schon einmal aufgefallen war. Der Junge schien nicht auf den Kopf gefallen zu sein, war aufmerksam und hatte einen Blick für Dinge, die die meisten Leute nicht einmal sahen, wenn man es ihnen direkt zeigen wollte. Das schätzte er zwar, aber deswegen war er dem fremden Indianer gegenüber auch nicht redseliger geworden, eher das Gegenteil war der Fall, denn nachdem er gemerkt hatte das Koda scheinbar einen gewissen Draht zu Keiran hatte, ließ er seinen Bruder reden. Er konnte grundlegend besser mit den meisten Leuten umgehen, wenn er sich nicht aufpluderte wie ein Gockel.

Mit einem kurzen Lächeln sah er wieder zu der kupfernen Gestalt, die sich unbeirrt durch die berstenden Wellen schlängelte, als wäre er ein flinker Otter auf der Jagd nach frischem Fisch. Kenan hatte aber kein Interesse daran, seine Kräfte hier so zu verausgaben. Er fühlte sich noch nicht wohl genug, um das zu tun und er fürchtete sich auch vor dem Hunger, der seinem Gefühl nach immer schneller kam, je mehr Energie er verbrauchte. Ein logischer Schluss, wie er fand, auch wenn ihn das nicht erfreulicher machte.

Er hatte sich seine langen Haare kurz vor den Spitzen mit einem Lederband zu einem Zopf gebunden, damit sie ihm nicht unnötig ins Gesicht peitschten bei den beißenden Winden, die hier herrschten. Auch wenn die vielen unregelmäßigen und etwas kürzer gerateten Strähnen trotz allem ein Eigenleben entwickelt hatten und er gezwungen war, sie gelegentlich aus den Augen oder Mundwinkeln zu streichen.

Als er den Kopf seines Bruders aus dem stürmischen Wasser auftauchen sah, musste er kurz schmunzeln, wandte sich aber anschließend wieder mit etwas trägen Interesse der Landschaft zu. Zuhause in Kanada war er meist am Ufer geblieben, weil er nach ihren Stammesgenossen Ausschau gehalten hatte, um Koda rechtzeitig wieder aus dem eisigen Winterwasser zu holen. Keiner der Indianer zuhause reagierte besonders erfreut darauf, wenn er einen der Zwillinge dabei erwischte wie sie ihre unheiligen Kräfte zum eigenen Vergnügen nutzten. 'Bald fressen sie Menschenfleisch zum eigenen Vergnügen' hatten die Alten einmal gesagt. Das war... hart gewesen, für zwei Jungen die noch nicht einmal volljährig waren. Er hasste dieses Ding in ihm wie die Pest, nein, mehr noch, denn mit der Pest und jeglicher anderen Seuche hatte er nichts zu schaffen, doch dieser Fluch lag auf ihm wie das Beil eines Henkers, der darauf wartet, ein ungerechtes Urteil zu verstrecken.

Er schnaubte und wandte sich wieder Koda zu, um ihn schweigend zu beobachten.

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Re: Der Strand

Beitrag  Koda Delaneau am Sa 12 Dez 2015, 08:00

Koda fühlte sich bereits viel besser.... r hatte gemerkt wie sich bereits viel zu viel Energie in ihm aufgestaut hatte, die sich sicherlich früher oder später gegen einen Mitschüler entladen hätte.... Und nun war auch noch sein Mitbewohner Lysander so mes gelaunt... Seine Gute Laune war zwar nicht zum Aushalten gewesen.... aber... na, jetzt war es echt nicht besser... im Gegenteil. Das zog einen richtig runter... und machte Koda wütend...

Das Schwimmen hatte gut getan. Und so schwamm Koda dann auch wieder zu seinem Bruder herüber, als er der Meinung war, er hätte sihc genug verausgabt. Das Meer war bei dem Wind natürlich auch etwas unruhig. Perfekt um seine Kräfte zu beweisen!
Langsam schritt er aus dem Wasser, versuchte sein Haar kurz zu richten - was dank des Winds aber nur kurz blieb wo es war - und ließ sich dann im Schneidersitz neben seinen Bruder sinken.
"... Hör auf dir den Kopf zu zermatern.... Er raucht bereits.", brummte er, dezent ausser Atem, weil er natürlich allein an Kenans Haltung und seinem Blick schon gemerkt hatte, das er sich wieder unnötig Gedanken machte.
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Re: Der Strand

Beitrag  Kenan Delaneau am Sa 12 Dez 2015, 08:48

Kenan sah seinem Bruder entgegen, während er sich gegen die heranschlagenden Wellen stemmte, um seinen Körper wieder aus dem Wasser zu bekommen, wobei ihn das vermutlich nicht einmal annähernd belastete, dank der Wendigo-Kraft. Das Koda sich so nackt wie er war zu ihm setzte störte Kenan wenig, zum einen fand er generell nicht viel Anstößiges an Nacktheit und zum Anderen kannten sein Bruder und er sich weitaus besser, als die meisten Menschen es jemals tun würden. Woran so gesehen auch der Wendigo eine Mitschuld hatte.

Ein kurzes Schmunzeln zog über seine Lippen, aber er schnaubte gleich darauf, wie um zu zeigen, dass er das eindeutig für übertrieben hielt.
"Hör auf mir das andauernd zu sagen. Wenigstens einer von uns beiden muss seinen Kopf verwenden... und wenn du das schon so großzügig auslässt, mache ich es eben", stichelte er und streckte sein rechtes Bein aus, da es ihm langsam unter dem Anderen eingeschlafen war. Das unangenehme Kribbeln und Stechen arbeitete sich langsam von seinem Knöchel hinab in die Zehenspitzen, bis das Blut wieder freien Zugang zu allen Bereichen hatte und es somit wieder abebbte.

Der Wind würde Koda schnell wieder trocknen, bis auf seine Haare, aber darauf mussten sie auch nichts zwangsweise warten. Er wusste nicht, ob überhaupt jemand aus der Schule um diese Jahreszeit hier in der Gegend herumgeisterte, aber er glaubte es nicht. Außerdem war dieser Strand abgesperrt gewesen, vermutlich um den weichhäutigen Menschen aus dem kleinen Dorf klar zu machen, dass die Winterfluten sie verschlingen würden. Sie hatten also wirklich keinen Stress.
"Wenn man dich im Wasser sieht zweifelt man schon ein wenig an deinem Totem. Du wirkst eher wie ein Fisch, als wie ein behäbiger Elch", stellte er fest und schmunzelte, ehe sein Gesicht ein wenig ernster wurde. Im Gegenteil zu Koda, der das nur zu gerne mied, hatte er wieder mit Old Otter gesprochen. Der alte Schamane hatte ein wenig komisch reagiert als er Keirans Nachnamen hat fallengelassen, wobei Kenan nicht wusste, warum und Otter beteuerte, dass nichts sei. Wenn der alte Mann den Namen kannte, hätte das Kenan mehr als verwundert, immerhin hatte Keiran nicht unbedingt einen Katzensprung von ihnen entfernt gelebt.

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Re: Der Strand

Beitrag  Koda Delaneau am Sa 12 Dez 2015, 11:08

Als Kenan sofort etwas entgegenzusetzen hate, brummte Koda beleidigt, und gab seinem Bruder dann einen etwas kräftigeren Schubs, sodass er auf der Seite landete. "Wenn ich dich nicht ständig dran erinnere, hörst du gar nicht damit auf. Du weißt wie ich das meine. Denken ist gut... zu viel denken wird zur Belastung....", murrte er, verschränkte die Arme vor der breiten Brust und sah hinaus auf das tosende Meer. Hier war es wirklich angenehm. Nichts zu sehen von dieser Schule, dieser seltsamen Zivilisation, die Kenan und ihn nur anstarrten wie einen Fremdkörper.... Hier waren sie unter sich... und in der Natur... und die Natur verurteilte nicht.

Koda schnaubte als Kenan dann wieder das Wort ergriff. "... Auch Elche können schwimmen. Auch wenn es ihnen eindeutig an eleganz dabei fehlt.. Wer weiß, vielleicht ist mein wahres Totem eine Forelle. Da hätte der große Bär Freude daran, endlich was zum spielen......" Letzteres war natürlich nur ein Scherz. Forelle... als ob. Der Elch reichte ihm da völlig, auch wenn es eindeutig bessere Totem Tiere gab.

Langsam ließ Koda sich auf den Rücken sinken, sodass er nun im Sand lag. Den wird er gleich wenn er trocken ist wieder abklopfen können. Er sah zu den Wolken hinauf.... Na... wenigstens der Himmel sah hier genauso aus, wie Zuhause.
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Re: Der Strand

Beitrag  Kenan Delaneau am Sa 12 Dez 2015, 11:45

Kenan grinste amüsiert, als Koda gleich beleidigt brummte, was aber sogleich von seinem Gesicht gewischt wurde, als er mit einem 'Uaah!' auf die Seite und von dem kleinen Felsen fiel auf dem er gesessen hatte. Er hätte wohl kurz ärgerlich gemeckert, wenn sein Bruder nicht schon wieder gesprochen hätte und er ihm anschließend mit einem kleinen Seufzen sein Gezeter ersparte. Der junge Indianer blieb noch einen kurzen Augenblick so liegen, wie er aufgekommen war, die Arme zu beiden Seiten ausgestreckt und die Beine noch über dem Felsen liegend, dann setzte er sich doch wieder auf und schüttelte sich kurz, um den feinkörnigen Sand und die Kiesel loszuwerden, die sich in seiner Kapuze verfangen hatten.
"Ich belaste mich nicht mit meinen Gedanken und das weißt du. Ich kann abschätzen, wann ich es übertreibe", zumindest erzählte er das Koda immer, auch wenn es ganz Gewiss nicht so war, wenn er nun einmal ehrlich zu sich selbst war. Es frustrierte und ärgerte ihn ungemein, denn je länger er nachdachte, desto schlimmer wurden seine strudelnden Gedanken, desto düsterer wurde seine Laune und einen absoluten Tiefpunkt hatte er bisher noch nicht erreicht. Es gab immer ein 'tiefer'.

Kenan lachte kurz auf bei Kodas Antwort. Er musste sich eingestehen, dass er sich niemals wirklich intensiv mit den anderen Totems beschäftigt hatte, dafür fehlte ihm das Interesse und außerdem der Sinn. Was würde es ihm schon bringen, wenn er wusste, was ein Reh bedeutete, wenn er ohnehin nicht feststellen konnte, ob sein Gegenüber ein solches Totem hatte? Er war persönlich immer noch skeptisch wegen der Totems, nicht weil er zweifelte, dass es sie gab, sondern weil er das Gefühl hatte, dass sein Bär lieber eine passive Rolle spielte und seine sonst so deutliche Führung zu wünschen übrig ließ.
"Egal ob Forelle oder Elch, der Bär wird immer mit dir spielen", gab er zurück und grinste zu seinem Bruder hinüber, was sehr wahr war. Sein Bruder hätte als Totem auch etwas so deutlich drohendes wie die Klapperschlange haben können, er hätte ihn dennoch getriezt und aufgezogen.
"Aber keine Sorge, kleiner Bruder, fressen werde ich dich schon nicht", er hielt das Grinsen nach diesem Satz allerdings nicht länger aufrecht, es verpuffte sogar regelrecht, als er realisierte, was er da gesagt hatte. Dieses Ding in seinem Inneren war wirklich unausstehlich. Er schüttelte den Kopf und strich sich die dicken Stirnfransen wieder aus dem Gesicht.
"Ich hasse es...", murmelte er noch und schloss für einen Moment die Augen, als ob er so in sich hineinsehen und den verfluchten Wendigo in seinem Körper sehen könnte, der mit immerwährendem Hunger und geiferndem Maul auf ihn lauerte.

Als er seine Augen wieder öffnete, lag Koda bereits neben ihm auf dem Boden und sah gen Himmel. Kenan folgte seinem Blick nach oben, wo die kleinen Wolkenfetzen erstaunlich schnell vorbeizogen, angetrieben durch den reißenden Wind, der in diesen Höhen herrschen musste.
"Vielleicht schneit es bald wieder...", ließ er fallen, ohne zu seinem Bruder zu sehen, während er sich zurücklehnte und mit beiden Händen abstützte, sodass er den Kopf noch weiter in den Nacken legen konnte.

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Re: Der Strand

Beitrag  Koda Delaneau am So 13 Dez 2015, 10:03

Koda schnaubte nur auf die Worte seines Bruders.... jaja, das sagte er ständig. Glauben tat er es ihm aber nicht. Aber mit Kenan zu diskutieren brachte wirklich überhaupt nichts. Er war nämlich fast genauso stur wie Koda. Also wies er ihn lieber ab und an mal darauf hin.

Als der Wind etwas mehr auffrischte, hielt Koda seinen Haarschopf etwas fest, sodass er ihm nicht ins Gesicht klatschte, wenn er zu Kenan herübersah. "... Das weiß ich. Und es ist ja doch ganz gut, das sich manche Dinge nie ändern werden."
Ja, so sehr wie sich Koda auch darüber ärgerte, wenn Kenan ihn triezte.... er wusste, Kenan tat es nur aus Liebe, und... er würde es auch wirklich vermissen, wenn Kenan damit aufhören würde...
Kenans nächste Worte, und die danach abfallende Stimmung ließ dann auch Koda düster dreinschauen. Er legte seine große Hand auf die Schulter seines großen Bruders. "Ich ebenfalls Bruder..."
Er konnte schon wieder spüren, wie dieses Untier in sich begann seine Wut überkochen zu lassen.... Es war ein Teufelskreis. Er wurde wütend wenn er an den Wendigo dachte... der Wendige machte die Wut noch viel schlimmer...

Er brummte unwillig, eh er sich auf den Sand sinken ließ. Er war richtig klamm, wegen der Kälte und des Frostes. "... Ich hoffe es. Der Anblick fallender Schneeflocken beruhigt mich." Sie waren so zart und so zerbrechlich, diese kleinen Eissterne. Und wunderschön... Aber er würde sicher nicht anfangen von der schönheit von Schneeflocken zu schwärmen, so weit kams noch.....
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Re: Der Strand

Beitrag  Kenan Delaneau am So 13 Dez 2015, 18:05

Kenan seufzte leise und schüttelte die Hand seines Bruders ab, denn auch wenn sie tröstend war, sollte er wirklich nicht anfangen, sich auf andere zu stützen. Darauf wartete der Wendigo nur, auf persönliche Schwäche, die er ausnutzen und zu seiner eigenen Stärke machen konnte, um ihn nach und nach zu verschlingen und aufzuzehren, so wie er es mit seinem Vater vorgehabt hatte. Sein Vater war wahrlich ein Feigling. Kenan war nicht dumm, er wusste, dass sein Vater darauf gesetzt hatte, sein Neugeborenes in einer Nacht und Nebel-Aktion meucheln zu können und dem Wendigo so die Kraft zu nehmen. Das ausgerechnet der alte Schamane sich auf ihre Seite geschlagen hatte war aber nicht unbedingt großartiger Trost für ihn, sie waren immer noch verflucht und da halfen weder seine spirituelle Reinigungen, noch die guten Worte, die er gelegentlich für sie übrig hatte.

Er blickte müde zu Koda, als er über die Schneeflocken sprach, was ihn auch wieder aus den Gedanken holte und dazu veranlasste, die Augen ein wenig teilnahmslos in Richtung des Himmels zu richten.
Er schwieg einen Augenblick, als ob er über Kodas Worte nachdenken würde.
"Ehrlich, Koda, du klingst als wärst du absolut eingeraucht...", sagte er dann absolut trocken und schaffte es sogar, das Grinsen noch einen Moment zu unterdrücken, ehe seine Mundwinkel ohne sein Zutun nach oben wanderten und schließlich seine Lippen teilten, ehe er in einer leiernden Stimmlage fortfuhr, die noch zusätzlich von wankenden Bewegungen seiner Hände unterstützt wurde, "Die Schneeflocken... sie beruuhigen mich..."
Er lachte.

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Re: Der Strand

Beitrag  Koda Delaneau am So 13 Dez 2015, 18:21

Koda brummte nur leise, als Kenan seine Hand abschüttelte. Er kannte seinen Bruder ja, und er wusste, das er solche Dinge lieber unter sich ausmachte.

Ehrlich gesagt hatte Koda eine solche Erwiderung von Kenan wirklich nicht erwartet. Er sah zu ihm,, hob eine Augenbraue... und als er seinen Bruder grinsen und tatsächlich Faxen machen sah, stimmte er ebenfalls in sein Lachen mit ein. Dann schüttelte er den Kopf. Oh Mann.... wenn er mal zugeraucht wäre, dann könnte er sein gequassel wenigstens Rechtfertigen.
Er knuffte Kenan leicht gegen die Rippen. "... Du bringst mich dazu, an meiner geistigen Verfassung zu zweifeln... Ich glaub ich drehe auf dieser Insel langsam durch. Sie macht mich weich...."
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Re: Der Strand

Beitrag  Kenan Delaneau am So 13 Dez 2015, 19:03

Kenan lachte noch, als Koda ihn auch schon in die Rippen knuffte, weswegen er von der plötzlichen, etwas forschen Berührung zusammenzuckte. Er hörte aber erst noch nicht auf, sondern gab den Knuff bloß ein wenig fester zurück, nicht so das es schmerzhaft wurde, aber so, dass Koda merkte, dass da durchaus noch mehr kommen würde, wenn er es darauf anlegte. Er würde seinen Bruder nicht verletzen, das würde ihm im Traum nicht einfallen... aber ein kleines, freundschaftliches - und zugegeben etwas unausgeglichenes Kräftemessen - war doch noch ohne Probleme drin.

Bei Kodas Worten schüttelte er kurz den Kopf über seinen jüngeren Bruder und musste amüsiert lächeln. Bevor Koda weich wurde musste wohl wirklich etwas passieren. Sein Bruder war der sturste Esel und stoischte Kerl, den er persönlich kannte - und Kenan kannte sich selbst sehr gut, von daher fand er das doch ziemlich erstaunlich... wobei nein, das war gelogen. Sein Bruder war schon immer so gewesen, zu sagen, es würde ihn erstaunen wäre gelogen: Er wusste es ja besser.

Aber dennoch... er sah seinen Bruder wieder mit einem amüsierten Lächeln an, sodass er sich gleich auf weitere Sticheleien einstellen konnte.
"Sie macht dich weich?", fragte er nach und sein Lächeln wurde breiter, ehe er Koda zweimal ganz dreist gegen die Seite, knapp unterhalb der letzten Rippen, stupste, "Also soweit ich das sagen kann... bist du längst weich, kleiner Bruder! Butterweich sogar. Was mit deinem Kopf nicht stimmt ist da eine ganz andere Sache, das haben wir ja gemein... aber der Rest..."
Er schüttelte tragisch den Kopf.

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Re: Der Strand

Beitrag  Koda Delaneau am So 13 Dez 2015, 19:12

Koda lachte auch nach einem kleinen "Uff.", das ihm wegen Kenans Knuff entkam immer noch weiter. Ach ja... das waren die Situationen, die das Leben ausmachten....

Aber kaum sprach Kenan wieder, sah Koda ihn sehr, sehr empört an. "Wie bitte??", brummte er, und knuffte nun ebenfalls fester zurück. "Ich und Butterweich! Das ich nicht lache! Ich bin der stärkste Mann des Stammes!! Und sicher auch der stärkste an dieser Schule!!", protestierte er und plusterte sich vor seinem Bruder auf. Er und weich!! Wenn er das aus Scherz über sich selbst sagte, dann war das ja in Ordnung... aber sein Bruder? Oh nein... so nicht!
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Re: Der Strand

Beitrag  Kenan Delaneau am So 13 Dez 2015, 20:00

Kodas Gesichtsausdruck war der Spruch gerade wirklich mehr als wert gewesen und das freute Kenan wirklich zunehmend, denn er liebte es einfach den Jüngeren ein wenig auf die Palme zu treiben. Aber Koda ließ das auch viel zu leicht mit sich machen, aber während das andere langweilte, stachelte das Kenan sogar noch ein bisschen mehr an. Vielleicht auch, weil er nun einmal sein Bruder war... und Brüder unverbesserlich waren.

Er lachte also, auch nachdem Koda sich wie eine junge Katze größer machen wollte, als er nun einmal war, fehlte nur noch das ihm die Haare zu Berge standen. Kenan griff nach Kodas Kleidung und warf sie ihm erst einmal gegen die Brust, ehe er rasch auf die Beine kam und mit verschränkten Armen und skeptischer Miene vor dem Anderen stehen blieb und ihn auf äußerst offensichtliche Art und Weise musterte.
"Also erst einmal hat weich sein und stark sein nicht viel miteinander zu tun, Brüderchen. Gib einem Weichei einen Hammerarm und er ist immer noch weich", er tat so, als ob er sein Gewicht gänzlich auf das linke Bein legen würde, damit Koda ja glaubte, er konnte ihn einfach umwerfen, wenn er das wollte, ehe er seine Arme ein wenig einladend öffnete und seinen Bruder amüsiert anfunkelte, "Die Frage ist also immer noch... bist du weich, kleiner Bruder?"

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Re: Der Strand

Beitrag  Koda Delaneau am Mo 14 Dez 2015, 07:49

Mit einem beleidigten Brummen, warf Koda seine Kleidung neben sich. Ohh, wenn Kenan glaubte, er würde damit so durchkommen, nur weil er der Ältere war, dann hatte er sich aber gewaltig geirrt!
Und seine Worte setzten dem ganzen noch die Krone auf!
Koda stand auf den Körper angespannt und in stolzer Haltung und schmunzelte düster. Ohne noch etwas darauf zu erwidern, stürzte sich Koda auf Kenan - selbstredend nicht brutal, er wollte seinem Bruder ja schließlich nur eine Lektion erteilen - aber mit ausreichend Kraft um Kenan problemlos zu Boden zu ringen. Er hätte allerdings nicht damit gerechnet, das sein älterer Bruder so einen festen Stand hatte, wo sein Gesicht doch auf ein Bein verlagert gewesen war.

So kam Koda erst im zweiten Anlauf dazu, Kenan das Bein mit seinem wegzuziehen, und ihn zu Boden zu befördern. Noch setzte er nicht alle Kraft ein, Kenan sollte ruhig glauben, er hätte noch eine Chance~ "Und? Wer ist nun weich, Bruder?"
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Re: Der Strand

Beitrag  Kenan Delaneau am Mo 14 Dez 2015, 09:15

Kenan fing den ersten Stoß seines Bruders recht mühelos ab, immerhin war Koda so fair ihm nicht direkt mit einer Tonne Angriffskraft gegen die Schultern zu brettern, denn das hätte Kenan definitiv zu Boden befördert - und ihm vermutlich auch nebenbei noch die Schlüsselbeine gebrochen. Aber so landete er bloß einen Augenblick später auf dem Boden, was seine Schultern dennoch kurz pochen ließ, aber sonst keinen bleibenden Schmerz verursachte.

Das sein Bruder nun über ihm thronte wunderte ihn nicht, immerhin war Koda nun einmal wirklich der Stärkere von ihnen beiden und Rangeleien endeten zuhauf in genau dieser Position, was Kenan auch nicht übermäßig störte. Es kam, wie er nur zu gut wusste, nicht nur auf die körperliche Stärke an. Vor allem bei ihnen beiden.

"Du bist wirklich ziemlich überheblich geworden, Brüderchen. Selbst wenn man einer Schlange den Kopf abschlägt...", sagte er in einer leisen, düsteren Stimmlage, ehe er sie plötzlich wieder kräftiger und lauter werden ließ, "... ist ihr Biss immer noch gefährlich!"
Und damit drückte er seinen Bruder mit einem kräftigen Stoß nach rechts weg, ohne die Hände von seinen Schultern zu nehmen, das sachte Gefälle zum Wasser hinab, weswegen sie gemeinsam begannen, das Ufer hinabzupurzeln und sich gegenseitig zu überkugeln.

Eigentlich hatte Kenan vorgehabt, kurz vor dem Wasser zu stoppen, aber durch Kodas übertrumpfende Kraft drehten sie sich genau zweimal zu weit, sodass er selbst wieder unter seinem Bruder und im etwa knöcheltiefen Wasser lag, wobei ihm selbstverständlich heranbrandende Wellen übers Gesicht reichten - sie gingen Koda in seiner Position sogar über die Hüfte.
Die erste sah er auch nicht kommen, weswegen er sich hustend wieder aufsetzte, um das Salzwasser aus den Augen und der Nase zu bekommen.
"Okay, okay! Du hast gewonnen, Ozean!", sagte er zwischen zwei Hustern und musste lachen. Als er sich wieder beruhigt hatte, sah er amüsiert zu seinem Bruder, "Ich glaube, die Strategie der Schlange war eben sehr... kopflos..."
Ein wenig unzufrieden sah er auf seine Kleidung hinab, die nun natürlich durch und durch nass war und sicherlich nicht trocknen würde, bis sie wieder in der Schule waren - nicht bei diesem feuchtkalten Wetter. Naja, selber Schuld.

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Re: Der Strand

Beitrag  Koda Delaneau am Mo 14 Dez 2015, 09:36

Kenans plötzliche Attacke überraschte Koda nur kurz. Schnell hatte er sich wieder gefangen, sodass er Kenan am ende ihrer Purzelpartie wieder unter sich pinnen konnte. "Heh, überheblich trifft wohl auf uns beide zu, Bruder. Zu glauben, das du mich überlisten kannst.", erwiderte er mit triumphalem Grinsen und ließ dann von Kenan ab. Er wollte ihn ja nicht im Wasser ertränken.
Als das 'Du hast gewonnen Ozean' kam, schnaubte Koda aber noch genervt. Pah, Ozean! Er hatte gewonnen, ganz klar!

Aber... na, man konnte den Ozean ja gerne zur Hilfe nehmen.
So streckte er seinen rechten Arm nach rechts weg, und warf einen Wasserschwall über Kenan. Nass war er eh schon. "... Der Ozean kam mir nur zu Hilfe, wie du siehst. Gewonnen habe immer noch ich.", verkündete er mit siegessicherem schmunzeln und stieg dann widerwillig von Kenan runter.

Tja. So nackt wie Koda war, hatte er nun wenige Probleme mit nasser Kleidung. Aber er war ja nicht so. Er bemerkte Kenans Blick an sich herunter und schmunzelte. "Wir können meine Kleidung aufteilen. Du kannst meine Hose haben.", sagte er und reichte seinem älteren Bruder die Hand um ihn wieder auf die Beine zu ziehen. Koda würde die Shorts reichen die er noch dabei hatte. Sollten die anderen Schüler seinen Körper für die paar Meter bis zum Zimmer doch bewundern. Das störte ihn nicht.
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Re: Der Strand

Beitrag  Kenan Delaneau am Mo 14 Dez 2015, 10:37

Kenan drehte sich von dem spritzenden Wasser fort, als Koda ihn damit überhäufen wollte, sodass es nur seine Seite und den Rücken traf. Aber seinen Zweck erfüllte es dadurch ja immer noch. Er schüttelte sich noch einmal.
"Jaja, ist ja schon gut, der aufgeblasene Gockel hat gewonnen", sagte er mit einem amüsierten Grinsen, ehe er sich den Zopf seiner Haare öffnete und die klitschnassen Strähnen ein wenig auswrang. Das er immer noch im Wasser saß, störte ihn wenig. Nasser als nass konnte er nicht werden und eine Sekunde länger oder kürzer machte die Sache auch nicht mehr besser.

Er ließ sich anschließend von Koda auf die Beine ziehen und machte die paar Schritte ans Ufer, wobei seine Schuhe ein feuchtes, matschiges Geräusch von sich gaben, durch das Wasser, was in sie eingedrungen war.
Aber er schüttelte den Kopf, als sein Bruder ihm die Kleidung anbot.
"Klar, nett wärs, aber ehrlich gesagt würde ich lieber drauf verzichten, dass du in Unterwäsche von draußen wieder in die Schule kommst. Die Leute werden so schon dumm gucken", er band sich seine feuchten Strähnen wieder zusammen, während er weitersprach, "Das hier kann ich wenigstens auf den Schnee schieben. Zieh dir deine Sachen an, dann können wir auch wieder zurück an die Schule, damit ich mir zumindest trockene Kleidung holen kann. Außerdem habe ich einen Mordshunger."
Und wie er den hatte, dabei hatte er noch vor zwanzig Minuten kein Hungergefühl besessen... es war eigenartig, wie schnell das zeitweise gehen konnte. Koda schien dieses Problem gar nicht zu haben...

tbc: Zimmer von Keiran, Diemos und Kenan

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Re: Der Strand

Beitrag  Koda Delaneau am Mo 14 Dez 2015, 11:25

Zufrieden mit seinem Sieg, schmunzelte Koda nun wieder frech, während er aus dem Wasser stieg.
Auf Kenans nächste Worte nickte Koda. "... Da hast du wohl recht. Aber esen wäre keine schlechte Idee."
So begann er sich etwas trockenzuschütteln. "Ich denke ich werde dann gleich nachkommen, wenn ich getrocknet bin. Ich warte vor der Mensa auf dich, okay Bruder?", fragte er schmunzelnd und zog sich nach weiteren 5 Minuten dann schon die Kleidung über.

tbc: Mensa
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Re: Der Strand

Beitrag  Darren Jenkins am Fr 01 Jul 2016, 10:48

cf: Parkplatz

Darren sah eine Sekunde zu der Hand hinab, die Scirann auf seinem Schenkel ruhen ließ und lächelte dann, als er merkte, dass er nun keine tiefergehenden Intentionen dahinter hatte. Hey… er war definitiv noch nicht locker genug, um das sonst durchgehen zu lassen. Aber so… ging das schon. Also lächelte er bloß und schnaubte amüsiert, als Scirann sprach.
Seine Stimme klang lustig so durch die Schulter hindurch gehört.
“Ich… erm… freue mich auch, nehme ich an”, sagte er und stolperte ein wenig über seine Worte, aber er konnte sich fangen, bevor das zu einem ausgewachsenen Stottern werden konnte.

Er ließ Scirann eine Zeit lang seine Hand da haben, wo sie war… ehe er seinen eigenen Arm langsam von unten um den des Größeren schlang und die Finger mit seinen einfing. Ein kurzes Lächeln fand auf seine Lippen.
God damn, war das ekelhaft kitschig.

Die Fahrt verlief recht… anschaulich. Darren lehnte sich mal wieder zurück in den Sitz, wieder zu Scirann, ihre Hände verloren sich wieder… aber fanden sich etwa auch wieder so schnell, bis sie schließlich beim Strand ankamen, der kaum von Lonhatten Ridge entfernt war. Scirann hatte wohl extra ein Plätzchen gesucht, dass nicht direkt am Dorfhafen lag, damit sie ein wenig alleine sein konnten.
Darren stieg aus und streckte sich lang. Es roch sehr salzig, algig und feucht. Außerdem war der beißende Geruch von Vogelkot durchaus auch in seinen Nasenhöhlen zu finden, wobei er sich so gut es ging nicht darauf konzentrierte. Das Meer schlug unregelmäßige Wellen, je nachdem, wie der Wind gerade aufs Wasser peitschte.

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Re: Der Strand

Beitrag  Scirann Barran am Fr 01 Jul 2016, 11:03

cf: Parkplatz

Scis Lächeln wurde noch sanfter, als Darren... tatsächlich seine Hand zum Händchenhalten einfing. Er streich sanft mit dem Daumen über Darrens, drückte sie zwischen durch mal wieder etwas fester.... immer wenn das herz mal etwas höher schlug, als es es eh schon tat.
Ein wunderschönes Gefühl.

Als sie am Strand ankamen, parkte Sci sein Auto auf dem nahegelegenen Parkplatz und ließ dann doch etwas widerwillig von Darren ab, um aus dem Auto auszusteigen. Dort sog er einmal die Meeresluft ein und schmunzelte. Das Wetter war wirklich gut, und der stärkere Wind würde ihn nicht allzusehr stören.

Dann sah erzu Darren, legte noch mal den Arm um ihn.... und stubste ihn dann mit dem Finger der freien hand auf die Nase. "..... Wer zuerst am Wasser ist~", schnurrte er, ließ Darren dann los und rannte zum Strand hinab, über den Steinstrand und Richtung Wasser.
Dabei lachte er.... Damn, er fühlte sich grade 15 Jahre jünger....
Immerhin geriet er auf den Steinchen nicht ins Straucheln. Dafür war er doch zu geschickt.
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Re: Der Strand

Beitrag  Darren Jenkins am Fr 01 Jul 2016, 18:42

Darren grinste, als Scirann seinen Arm um ihn schlang und sah zu ihm auf. Allerdings zuckte er verwirrt zurück, als plötzlich ein Finger auf seine Nasenspitze traf und ihn damit eher... unerwartet erwischte.
Entsprechend perplex starrte er Scirann nach, schüttelte dann aber schnell lachend den Kopf und jagte ihm mit Elan hinterher.
Er beschloss, dieses Mal aber nicht mit vollem Karacho und Gesicht voran im Steinstrand zu landen und drosselte sein Tempo ein wenig, sodass er ein paar gute Sekunden nach Scirann ankam. Auch wenn es nicht ganz einfach war, dem Drang zu widerstehen, der das in eine richtige Jagd wandeln wollte. Der Wolf mochte das, selbst im Spiel. Aber es spornte ihn ungewöhnlich heftig an.

Er machte sich aber nicht die Mühe, groß abzubremsen, sondern zählte einfach darauf, dass Sciranns Stand fest genug war, um ihn abzufangen und dabei nicht auch noch hinzufallen und von der nächsten Welle davongeschwemmt zu werden.
Auch Darren lachte nun, aufgeregt von der kurzen Jagd und ausgelassen wegen der doch ziemlich kindischen Aktion von Scirann, die er ihm so gar nicht zugetraut hätte. Aber eigentlich sollte er sich nicht wundern... Scirann spielte auch fangen mit ihm oder ließ sich auf Kissenschlachten ein, waurm sollte er das nicht auch von sich selbst auch machen wollen?

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Re: Der Strand

Beitrag  Scirann Barran am Fr 01 Jul 2016, 19:24

Sci wandte sich erst um, als er das Wasser erreicht hatte und sah dann immer noch lachend zu Darren, der knapp nach ihm kam. Und... weil ihm danach war, breitete er die Arme aus, ließ Darren schön in seine Arme laufen, hob ihn dann an, als wäre er 50 kg leichter, und schwang ihn einmal um 360° herum, um ihn dann langsam wieder auf die Füße zu setzen, und seine Stirn langsam gegen Darrens zu lehnen.
Er lachte leise und schlang die Arme langsam um Darrens Taille. "... Damn... das ist so kitschig...", schnurrte er und blinzelte ein paar mal weil der Wind die Haare in seine Augen wehte.

Auf einmal mal wurden Scis und Darrens Füße nass.
Die letzte Welle war wohl etwas stärker gewesen.
Sofort sprang Sci beiseite und zog Darren mit... und dann lachte er. "Oh Fuck... sorry...."
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Re: Der Strand

Beitrag  Darren Jenkins am Fr 01 Jul 2016, 20:33

Darren landete mit einem kurzen "Uff" in Sciranns Armen und stützte sich gerade noch rechtzeitig an seinen Schultern ab, weil er sonst wahrscheinlich mit dem Oberkörper direkt auf Sciranns Gesicht geknallt wäre. Aber so... ließ er sich ebenso lachend von Scirann herumwirbeln und genoss es einfach einmal, diesen Kitsch ein wenig auszuleben. Ausnahmsweise... wie immer mit Scirann, wie er zugeben musste.

Er seufzte lange, als erst seine Fußballen und dann nach und nach der Rest seiner Füße wieder den Boden berührten. Daamn, Scirann hatte recht. Das war nun einmal kitschig. Aber eben... auch schön. Und dafür, dass er das dachte, sollte er sich selbst ohrfeigen. Er hatte so ein Zeug doch echt nicht nötig... das war einfach nur...
Ach war doch egal...
Er lachte.
"Hey... du warst derjenige, der das alles wollte", sagte er und grinste, "Du bist hier der Kitschige...", sagte er mit einem kecken Grinsen und funkelte Scirann von unten herauf an.

Darren war ebenso erschrocken wie Scirann, als die Welle ihre Füße überschwappte und sprang mit ihm fort. Aber er stöhnte entnervt auf.
"Fuuck! Das sind meine einzigen Schuhe!", rief er aus. Nicht weil ihm die Dinger so am Herzen lagen, aber sie waren nun einmal wirklich die einzigen Schuhe waren, die er hatte!
Er knuffte den Älteren locker, ehe er lachte und mit einem Kopfschütteln noch ein paar Schritte weiter vom Wasser fort machte, wobei seine Schuhe feuchte, quietschende Geräusche von sich gaben, als die nassen Socken innerhalb der Schuhe rutschten. Er machte einen kleinen Satz auf einen erhöhten Felsen oder eher einen größeren Stein, um sich dort hinzusetzen und die Schuhe aufzuschnüren. So nass wie sie waren bekam er sie sonst gar nicht mehr von den Füßen. Aber mit den Dingern würde er sicherlich nicht hier herumlaufen.

Er stellte sie neben sich auf dem kleinen Felsen ab und stopfte die Socken behelfsmäßig hinein. Dann sah er wieder zu Scirann.
"Also... bisher habe ich nichts von bequemen spazieren gemerkt...", sagte er dann und grinste breit.

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Re: Der Strand

Beitrag  Scirann Barran am Fr 01 Jul 2016, 20:54

Sci lächelte und striff Darrens Nase zart mit seiner. "... Ich weiß... Und damn, es gefällt mir~", erwiderte er und grinste dann etwas breiter. Fuck, er war so glücklich wenn er mit Darren zusammen war, das sein Herz gar nicht mehr wusste, was los war.

Als Darren wegen seiner Schuhe fluchte, lachte Sci kurz. "Shit.... Ich würde dir ja welche leihen, aber ich befürchte fast, du hast größere Füße wie ich.", er hatte noch nie nach Darrens Schuhgröße gesehen.... Aber man sah es so schon, wenn man ihre Schuhe nebeneinanderstellte.
Denn das tat Sci nun, nachdem er seine schwarzen Schuhe ebenfalls ausgezogen hatte.
Die Socken legte er zum trocknen daneben, auch wenns nicht allzu viel bringen würde.
"Ach... Barfuß machts doch gleich viel mehr Spaß.", witzelte er. An sandstrand wars echt toll.. Aber auf den kleinen Kieseln wars Gewöhnungsbedürftig.
Er krempelte noch seine Hose bis zu den Knien hoch, stand dann auf.... Griff nach Darrens Hand, lächelte ihm zu... Und ging dann los.
Gegen den Wind. Weil der sonst echt nervte.
"... Ich glaub hier in Lonhatten gibts nen kleinen Schuhladen.... Aber vermutlich wäre es besser du bestellst dir welche. Vor Silvester sollten sie noch hier sein."
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Re: Der Strand

Beitrag  Darren Jenkins am Fr 01 Jul 2016, 21:08

Darren lachte bei Sciranns Worten und sah verwirrt zu den Schuhen des Größeren. Kaum zu glauben, aber wahr: Scirann hatte kleinere Schuhe als er. Das war wirklich ein... echt witziger Fakt.
"Du lebst wohl wirklich nicht auf allzu großem Fuß~", scherzte er selbstverständlich sofort vor sich hin und bemühte sich gar nicht, sein schadenfrohes Grinsen in irgendeiner Weise zu verbergen. Scirann würde es ohnehin in seiner Stimme hören können. Es war nämlich nicht zu überhören.

Dann schüttelte er wieder einmal den Kopf über Scirann.
"Jaja, tu ruhig so, als ob das zu deinem Masterplan gehört hätte. Das glaubt dir doch ohnehin keiner mehr", gab er keck zurück und sah noch einmal zu den Schuhen des Anderen. Wie konnte er tatsächlich kleinere Füße haben? Das war doch echt nicht zu glauben.
Verwirrt über diese Tatsache stand er derweil auf und beobachtete Scirann dabei, wie er seine Jeans halbherzig ein wenig nach oben krempelte. Nun... sie war ohnehin schon ein wenig nass geworden. Aber sie waren ja nicht aus Zucker, das würden sie also ohne Probleme durchstehen.

Als Scirann dann wieder aufstand und nach Darrens Hand griff, ehe er losging, sah der Schüler erst einmal verplant auf ihre verschlungenen Finger. Das war nun nicht unbedingt eine eigenartige Geste. Jedes... nun... jedes Pärchen lief so über den Strand. Aber erst einmal waren sie definitiv noch kein Paar und außerdem fühlte es sich echt... ungewohnt an. Wann war Darren bitte das letzte Mal Händchen haltend irgendwo herumgelaufen?
Das musste in der Grundschule gewesen sein... schön in Zweierreihe gehen und so.

Aber er wehrte Sciranns Hand nicht ab, sondern schritt einfach neben ihm her. Der Große schien... einfach glücklich darüber und Darren würde sich schon daran gewöhnen. Auch wenn es noch ziemlich eigenartig war...
Darren zuckte mit den Schultern und konzentrierte sich erst einmal auf das Gespräch, als eine erste Welle ihr kaltes Wasser über die nackten Füße der Spaziergänger ergoss. Darren verzog zwar kurz das Gesicht, aber das ging schon.
"Ach was... die werden schon wieder trocknen. Aber damn, ich vermisse meine Stiefel. Diese komischen Sneaker bin ich einfach nicht gewohnt...", er sah mit einem kleinen Schmunzeln zu Scirann, "Lass mich raten? Du hast Unmengen an Schuhen?"

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